Dienstag, 5. Juni 2012

352) Montag, 28. Mai 2012

Wie dies die dümmste Woche überhaupt wurde

Hallo liebe Leser,

ooooh ja! Dieses Mal aber wirklich! So eine BESCHEUERTE Woche hatte ich schon lange nicht mehr >__< Auch wenn sie gen Ende hin ein wenig besser wurde. Aber der Anfang kam mit Pauken und Trompeten, das sag ich euch *seufz*
Nachdem Susi und ich am Montag erst Mal gefrühstückt und uns fertig gemacht hatten, brachte ich sie zum Bahnhof. Wieder daheim machte ich mich daran mich schnell fertig zu machen, aber es funktionierte NICHTS: Die Haare - FAIL, das Make-up - FAIL, Internet kaputt - FAIL, . . . ich war kurz vorm Durchdrehen. Obendrein hatte ich echten Zeitdruck . . . DACHTE ich -__-; Als ich vollkommen abgehetzt mich vor den PC setzte, um noch schnell zu schauen, ob das Internet wieder zum Gehen bringen könnte, bemerkte ich meinen Fehler: Es war noch gar nicht 12 Uhr, sondern erst 11 Uhr -__-; *ARG* Ich versuchte es positiv zu sehen und mir zu sagen, dass das Internetproblem gleich wieder behoben sein würde . . . Pfeiffendeckel. Ich schrieb zwei Mails ca. 4 Mal *AWWW* . . . *schnaub* Natürlich nicht irgendwelche Mails! Ne, ne, ne! Natürlich MIT Anhang! D.h. doppelt so lange hochladen wieder.
Nun gut, nachdem ich dann verzweifelt ENDLICH die Mails geschickt hatte, bin ich in die Uni gefahren. Wer weiß? Irgendwie kann es ja jetzt nur besser werden, dachte ich. Und der Unterricht war auch echt interessant und gut! Wir hatten das erste Mal überhaupt eine Duftzeremoniestunde im japanischen Tatami-Zimmer und das war echt spannend.
Die gesamte Zeremonie dauert natürlich ein wenig, weil wir so viele Schülerinnen sind (rechts sind auch noch mal genauso viele Leute ^__~) Zu allererst erklärte uns der Lehrer die heutige "Spielweise", denn die Duftzeremonie ist ja ein Zeitvertreib des Hofadels gewesen. Wir würden drei Düfte nacheinander riechen und einer davon würde eine Art "Kukuksei" sein und wir mussten entscheiden, welcher es war.
Aber zu aller erst verbeugten wir uns. Dann bereitete der Lehrer die Duftgefäße vor und uns wurde beigebracht, wie man den Lösungszettel richtig nimmt, die Schreibsets (die braune Schachtel, die da vor dem Mädchen ganz links steht) in der richtigen Reihenfolge und Art vor sich plaziert und die eigentliche Zeremonie anfängt. Zuerst werden kleine Tücher herumgereicht, die halbiert und vor einen gelegt werden. Danach folgt ein Tablett mit weißen, gefalteten Zetteln, von denen man sich den vordersten nimmt. 
Die Schreibsets zu verteilen ist schon schwieriger: Die erste Person ganz am Anfang nimmt die erste Schicht ab, setzt den Deckel wieder auf den Schreibsetstapel zurück und gießt aus einem kleinen Gefäß, das auf dem Deckel steht, Wasser auf den Tuschestein. Dann reicht sie es an ihre Nachbarin weiter. Anschließend nimmt immer die zweite Person wieder eine Schicht ab und macht die selbe Prozedur. Das Schreibset, das übrigens aus einem Anreibstein, zwei Pinseln, einem Tuschestück besteht, wird immer von zwei Personen benutzt. Allerdings NOCH nicht jetzt ^__~
Denn nachdem alles steht, beginnt das "Hören" der Düfte, wie man auf Japanisch sagt. Drei Gefäße werden herumgereicht, wobei man bevor man das erste Gefäß aufnimmt, "お先に" (1) zu seiner rechten Nachbarin sagt. Es wird gehört und dann weitergegeben.
Nachdem alle fertig "gehört" haben, verbeugen sich alle und das lustige Tuschereiben geht los. Dann wird vorne auf den Zettel der Vorname geschrieben (denn früher spielte man dieses Spiel z.B. im Haus der Ashikaga . . . und ansonsten hätte man pausenlos nur "Ashikaga"-Zettel gehabt ^__~) und öffnet ihn. Auf die Innenseite wird dann die Antwort geschrieben und wieder zusammengefaltet. Der Zettel wird dann auf das Tablett gelegt, aber dieses Mal an die hinterste Stelle.
Die "Spielleitung" besteht aus zwei Personen und da unser Lehrer alleine ist, hat er kurzum seine Mama mitgenommen XD~ Aber die ist soooo putzig und trug einen wirklich schönen Kimono!!!! ^////^ *awww* *schwärm* Die Mutter des Lehrers hatte die Aufgabe die Auswertung des Spiels zu übernehmen. Sie schrieb die Ergebnisse auf drei große Zettel, auf denen Ort, Datum, alle Namen, so wie die Antworten jeder Person notiert waren. Die roten Markierungen bedeuten, dass die Person richtig getippt hat ^__^v Die Zettel werden dann der Reihe nach durchgereicht und jeder kann das Ergebnis lesen.
Anschließend bekommen die ersten Gewinner, die auf dem Blatt stehen, das Ergebnisblatt geschenkt. Leider habe ich danebengetippt *sniff* Aber vielleicht beim nächsten Mal? ^__~ Wer weiß?
Eigentlich ganz zufrieden, trotz meinem falschen Ergebnisses, ging ich aus dem Zimmer UND . . . sah das GRAUEN: Eine schwarze Wolkenwand, die sich beständig auf uns zuschob . . . und ich hatte meine Wäsche draussen hängen *ARG* VERDAMMT! T__T
Akiko (das Mädchen vom ersten Foto) sprach mir noch gut zu, dass ich es noch schaffen würde, aber als ich in Heiwadai an die Oberfläche kam, regnete es nicht nur, nein es SCHÜTTETE, was nur runterkommen wollte. Obendrein gewitterte es noch und die Straße war schon fast unter Wasser. Aber was half es schon? Ich rannte also mit meinem kleinen Schirm los und kam gute 20 Minuten später vollkommen klitsche patsche nass daheim an >__<; Meine Wäsche war natürlich auch wieder nass und ich versuchte noch zu retten, was zu retten war *ärger*
Danach trocknete ich mich erst mal ab und probierte, ob das Internet endlich wieder ging. Immerhin DAS funktionierte wieder. Als der Regen aufgehört hatte, ging ich zum Life Supermarkt, weil ich ja eigentlich geplant hatte nach Ikebukuro zu fahren, um dort shoppen zu gehen, aber ich hoffte einfach, dass ich meine gewünschten Sachen dort finden würde . . . PFEIFFENDECKEL -__-; *arg* Naja, dafür kaufte ich mir ein neues Shampoo und ein Knoblauchbrot. Im kleinen Supermarkt fand ich dann einen leckeren Fisch mit Basilikum Marinade und daraus zauberte ich mir dann ein leckeres Abendessen . . . bei dem mir natürlich die gesamte japanische Instantbrühe auf ein Mal in die Pfanne gerutscht ist und ich im Henkel einer am Boden liegenden Tüte mich verhakte und hinfiel -__-; OH MANN! *arg*
Danach aß ich leicht gefrustet mein Essen und erstickte fast am Pilz, den ich wohl nicht lang genug gegart hatte . . . *AWWWW* . . . am Ende skypte ich leicht verzweifelt mit Maria und schimpfte über den blöden Tag. Ich sagte zu ihr: "Weißt du, was jetzt noch fehlt? . . . Ein ERDBEBEN! Dann ist der Scheißtag perfekt!" Maria beruhigte mich aber wieder und ich ging dann bald ins Bettchen.
Doch was passierte doch tatsächlich?!? Mitten in der Nacht wachte ich von einem richtig fiesen Geruckel auf . . . ein ERDBEBEN! Verdammte Grütze! -__-;;;;;;; Nachdem sich mein Herzschlag wieder einigermassen normalisiert hatte, schlief ich mal wieder sehr unruhig und beschissen, so wie seit gut 1 1/2 Wochen bereits . . . irgendwie hab ich wirklich keine Ahnung, was zur Zeit los ist >___< *schnief*

Liebe Grüße,

Eure Martina

(1) osaki ni: Entschuldigen Sie, dass ich zuerst dran bin/reingehe/rausgehe/...

2 Kommentare:

Langnase hat gesagt…

Die hatten schon Bombenzeitvertreibe die alten Japaner.
Für so ne zünftige Duftzeremonie würd ich meinen 3DS aber zehnmal in die Ecke kloppen. (*diespannungbeiderauflösungquasizumgreifenspür*)

Momo-chan hat gesagt…

@Langnase:
^__~ Ach menno! Jetzt verunglimpft das doch nicht gleich so >__< Sooo scheiße ist es auch wieder nicht *schimpf*