Der Tag danach
Mit den Nachrichten aufzustehen, dass Japan evtl. eine atomare Katastrophe bevorsteht macht die folgenden Stunden nicht gerade besser. Im Internet macht sich langsam Panik breit. Freunde und Familie meiner deutschen Bekannten in Tokyo wollen, dass alle so schnell wie möglich fliehen, doch wie es aussieht sind die Möglichkeiten begrenzt. Ausharren, warten und beten . . . das ist momentan das Einzige, was man tun kann. Ich bin wirklich nicht gläubig, aber in den letzten Stunden habe ich öfter an diverse Gottheiten gebetet, auch wenn sie weder einen Namen oder eine bestimmte Form haben.
Trotz allem muss das Leben weitergehen. Am Vormittag war ich mit meinem Vater in der Stadt, Thema Nummer 1 war natürlich die Katastrophe und deren Folgen. Auch mein Vater ist seit den Problemen mit den AKWs ziemlich beunruhigt, aber da wir noch nichts gebucht haben, bzw. ich noch nicht in Japan bin, müssen wir abwarten. Die Schäden in Tokyo halten sich in Grenzen, allerdings ist definitiv zu spüren, dass etwas nicht stimmt. Es sind Stromausfälle und Nahrungsmittelengpässe angekündigt worden. Es fahren kaum oder gar keine Züge (was für Japan wirklich untypisch ist). Die deutschen Sender überschlagen sich mit Atomkritiken und Greenpeace zieht natürlich auch ihren Nutzen aus dem Mist. Eines möchte ich klarstellen: Ich bin definitiv gegen Atomenergie. Man sollte einfach die Finger von Dingen lassen, mit denen man nicht umgehen kann und die einem etwas nicht verzeihen, was menschlich ist: Fehler.
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| Quelle: http://wiki.d-addicts.com/ |
Ich habe übrigens noch ein Geschäft entdeckt, das die Codes, von denen ich am Donnerstag berichtet habe, benutzt.
Am Nachmittag musste ich mich schon fast zwingen den Fernseher auszustellen und mich an meine Hausarbeit zu setzen. Zum Glück konnte ich wieder einen kleinen Teil fertigstellen. Ein großes Danke geht auch an Susi, die meinen Blog hier gelesen und mir gleich Hilfe angeboten hat!! *freu* Erschreckend ist nur, dass mein Deutsch einfach grauenvoll ist. Ich lese mir mein Geschriebenes recht oft durch und muss jedes Mal wieder scheußliche Grammatikfehler korrigieren, trotz automatischer Fehlererkennung bei Word O__o;
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| Quelle: http://wiki.d-addicts.com/ |
Am Abend kamen dann meine Freunde zum Dorama Abend. Inzwischen ist die Informationslage so angespannt, dass jede neue Newsline an den Nerven zerrt. Da ist Abwechslung wirklich hilfreich.
Wir haben uns zusammen „“ und „Secret Garden“ angesehen. Das erste Dorama, ein taiwanesisches, ist wirklich witzig und ich hoffe, dass ich es mir weiterhin anschauen kann ^^v Das zweite, aus Korea, hingegen fand ich leider nicht so interessant. Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach zu müde war.
Grüße,
Martina




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