Hallo liebe Leser,
das Aufwachen ist bei mir jedes Mal mit dem fatalen Schlucktest verbunden . . . und auch heute: Auuuaaaaa! T__T Menno! Da war es gestern endlich mal ein wenig besser und dann DAS! *schnief* Ich nehm immer noch brav die Tabletten und hoffe, dass sie endlich wirken.
Am Vormittag habe ich langsam gemacht und eigentlich nur Wäsche gewaschen. Gegen 13 Uhr ging es dann auf nach Meguro, um dort Mari, Kristyna und Chihiro zu treffen. Jana und ich waren pünktlich wie die Maurer, bis dann gefühlte 500 Mails kamen ^^" Laura verspätete sich, Mari und Kristyna auch und Maurice ging es nicht so gut und musste absagen. Aus Frust sind Jana und ich dann erst mal in den nächsten Conbini gestiefelt *G*
Dann trudelten zum Glück alle langsam ein und diejenigen ohne Uniausweis kauften im Reisebüro die Tickets fürs Museum (in Japan gibt es anscheinend wirklich immer alles im Vorverkauft billiger . . . sei es nun das Kino- oder das Museumsticket -__-;).
Unser Ziel dieses Mal: Das Meguro Gajoen. Von diesem Gebäudekomplex habe ich zum ersten Mal gehört. Vor guten 100 Jahren war es das erste Hochtzeitsgebäude Japans, in dem sich gleichzeitig ein Raum für dieTrauungen, ein Speisezimmer und Gästezimmer befanden. Leider ging das Gebäude bei dem großen Erdbeben 1923 kaputt, aber man konnte zumindest die berühmte 100 stufige Treppe und einige der Zimmer retten. Diese dienen nun als prunkvolle Ausstellunsgräume, die ihren Ausstellungsstücken fast den glanz rauben. Im angrenzenden Bau befindet sich ein RIESIGER moderner Hochzeitskomplex mit Restaurants, Bankettsäälen, Freitreppen, Wasserfall und einem Klo, dass sich gewaschen hat XD~Aber zuerst schauten wir uns die wirklich hübsche Ausstellun der Hinamatsuri Püppchen an. Das Hinamatsuri ist das Mädchenfest und wird am 3.3. in Japan gefeiert. Jeder Haushalt besitzt, meist seit Generationen, diese Püppchen, welche das Kaiserhaus darstellt. Die Puppen aus den verschiedensten Regionen Japans zu sehen ist wirklich faszinierend und die prunkvollen Zimmer mit den jahreszeitlichen Themen sind einfach wahnsinn. Leider ist es verboten Fotos zu machen, weswegen ich jedem ans Herz legen würde selbst ein Mal dorthin zu gehen!
Danach schlenderten wir noch durch den Hochzeitskomplex ^^" WOW! Und weil gerade Samstag war, waren natürlich überall Hochzeiten am Laufen O__o Pärchen in Kimono, eine Braut in einem scheusslichen pinken Kleid, ein Bräutigam mit seltsamen Haaren, usw. XD~ Wir schauten auch mal kurz in die Bankettsääle und die waren wirklich schön! *staun* Aber Hochzeiten in diesem Haus sind MEGA teuer und beliebt. Am besten war die Toilette im ersten Stock: Japanischer geht's fast nicht mehr ^^"
Danach liefen wir noch zur Wohnung von Maris Eltern, die in Meguro wohnen. Zuerst durften wir aber das coolste überhaupt machen: Vom 16. Stock (Dach) des Hauses Fotos schießen!!! WOOOOW! Vielen, vielen Dank Mari!!!
Danach war ich zum ersten Mal so richtig in einem japanischen Haushalt zu Gast (ohne, dass ich einen wirklich Grund, wie z.B. Geburtstag oder Homeparty hatte) O.O; Sonst war ich immer nur bei meinem Ex oder bei meiner Tandemparnterin in München daheim gewesen oder eben bei Parties bei jüngeren Personen. Maris Mutter machte uns Tee, wir schauten ihre Kimono Schnüre und Tüchersammlung an und setzten uns dann . . . und schwiegen XD~ Es war alles ein wenig aufregend ^^" Aber nach einer Weile aßen wir leckere Dango und Waffeln und tranken Tee ^__^vDanach durften wir noch ein Mal aufs Dach, weil es bereits dunkel war und die Atmosphäre einfach großartig *schmaaaaacht*
Danach ging es weiter nach Tamachi zu Maris Wohnung. Am Banhof trafen wir Caro und dann gingen wir noch in den örtlichen Supermarkt, wo ich endlich auf meine Frage nach einer anständigen Demiglace Soße eine Flasche in die Hand gedrückt bekam XD~ *aha* SO sieht das also aus! Dazu nahm ich dann noch gemahlenen Sesam mit, weil es mir zu blöd ist auch noch einen Sesam Mörser zu kaufen ^^"
Bei Mari gingen dann die Vorbereitungen los: Ich half dabei den Takoyakiteig (Tintenfischbällchen) zu rühren und bei einer GANZ spannenden Sache: ながいも(1). Aus der Yamswurzel kann man so einiges machen. Zuerst mal kann man sie roh mit Sojasoße verspeisen (da schmeckt die Sojasoße allerdings stark) ODER: Man kann sie reiben und dann kommt dabei とろろ(2) raus. Was daran so interessant ist? Die Konsistenz!! O__O Das ist glibberig und zieht Fäden wie Natto XD~ Man kann die geriebene Wurzel z.B. in den Okonomiyaki Teig geben, damit der Teig fluffiger wird, aber am liebsten essen die Japaner とろろ gemischt mit Sojasße und Eigelb auf ihrem Reis. An dem Abend hatten wir wirklich ein kleines Festmahl: Takoyaki, Okonomiyaki (ich hab jetzt raus, wie das funktioniert *YAY*), Sashimi, gekochtes Gemüse und am Ende noch süße Takoyaki *G* Wir unterhielten uns wirklich prima und ich wurde von Mari ganz super lieb beraten in Sachen kochen ^u^ Als Nachspeise gab es dann noch diverse süße Mitbringsel von uns. Hier mal ein paar Bilder unserer Leckereien:
Gegen 11 Uhr machten wir uns dann leichht müde auf den Heiweg und mein Hals brachte mich bald um ;__; Am Ende schwieg ich dann auf dem Heiweg und schmiss mich dann umgehend in mein Heiabettchen *sniff* Drückt mir die Daumen, dass das bald ein Ende hat *heul*
Liebe Grüße,
Eure Martina
(1) nagaimo: Yamswurzel
(2) tororo: geriebene Yamswurzel











2 Kommentare:
Awww.. wie schön! *___*
Ich will auch in dieses Museum und diese Aussicht auf die Stadt ist einfach der Wahnsinn!
Liebe Grüße
Christina
@Christina:
Danke dir! Das Museum steht selten in Reiseführern und ist wirklich ein Geheimtipp! ^^v
Viele liebe Grüße
Martina
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