Die lustigen Gefühlsschwankungen
*puh* Der Montag ist zum Glück auch schon wieder rum, allerdings mit einem äußerst interessanten Umschwung in der Gefühlswelt ^__^; Aber dazu später. Der Morgen hatte schon Mal mit einer MENGE Schnee und des weiteren damit begonnen, dass die Stimmung nicht ganz so der Hit war in der Uni. Man merkt leider, dass viele eben jetzt doch schon über uns (manchmal nenne ich uns schon in Gedanken die „Verdammten“ *damdamdaam*, kleiner Scherz am Rande) bescheid wissen und dass manchen anscheinend die Wahl nicht ganz gepasst hat. Ich weiß inzwischen auch, dass Glück eine große Rolle gespielt hat für die Auswahl, aber jetzt kann man es nicht mehr ändern. Viele andere Kommilitonen sind aber auch unruhig und nervös, weil ihnen ein zweites Gespräch bevorsteht, in dem sie noch um Plätze in den englischen Programmen kämpfen. Da geht das Konkurrenzdenken wieder von vorne los und die ganzen Sprüche, die letzte Woche Mittwoch auch schon überall zu hören waren. Neue Scherze mit Anspielungen auf das Ableben von Maurice, Simone und mir sind allerdings nach dem dritten Mal auch nicht mehr ganz so witzig, wie vermutlich angedacht *hüstel* O__ô Irgendwie bekamen wir dann doch den Vormittag rum und als ich Mittags daheim mein Postfach checkte hatte ich eine Email von der Sekretärin des Japaninstituts im Postfach. Der Inhalt lies mich auflachen. Meine Email an Prof. Dr. V. ist anscheinend angekommen und ich soll mir doch bitte die angehängten Beispielempfehlungen durchlesen und mir anschließend selbst eine Empfehlung schreiben. Diese sollte ich noch Mal Korrekturlesen lassen und dann wieder zurückschicken. Sofern alles passt, würde ich die Empfehlung dann unterschrieben wieder zurückerhalten *staun* . . . ok, SO wird das also gemacht *wunder* . . . ganz ehrlich . . . ich habe den Anhang noch nicht ein Mal geöffnet, so große Angst habe ich davor. Wo wir wieder bei meiner Gefühlswelt wären . . . tja, das lustige auf und ab kann man sich vermutlich als Außenstehender kaum vorstellen . . . am Donnerstag ein kurzes Hoch, dann ein tiefes Loch, weil ich die Email mit dem Studienort Tokyo erhalten hatte (Wohnungen teuer, Leben teuer, alles teuer >__<), dann ein erneuter Aufschwung, den ich schon ZU gut kenne von mir: Der Optimismus. Mit nem Nebenjob und dem und hier und da und Bafög oben drauf und wen könnte ich noch fragen? (Originaltext aus meinem Hirn XD~) . . . am Samstag dann ein wenig mehr Ruhe, doch am Mittag, was ist das? Ist es ein Komet? Ein Flugzeug? Superman? NEIN! Es ist die Email mit den geforderten Unterlagen!!! Hektik, Stress, Fußpilz sag ich da nur, begleitet von Magenkrämpfen und Schlaflosigkeit. Und heute . . . jaaaa, heute war es mein größter Feind, der mich heimsuchte bzw. es immer noch tut: Die Angst *damdamdaam* Irgendwie wurde mir während der Fahrt mit dem Aufzug in den Keller in meiner Arbeit beim Anstarren der vorbeifahrenden Wand bewusst: Was ist, wenn es nicht klappt? Du bist so kurz vor dem Ziel! Was sag ich dann den Leuten, wenn irgendwas nicht hinhaut? Und du hast dir schon so viel Mühe gegeben! Der Blog, die Listen, die Übersetzungen. Du hast kaum gelernt! Du müsstest doch aber so viel Druck haben auf dir: Gute Noten schreiben in dem Semester und nicht total in den Notenabgrund sinken; wirst du es an der Frauen-Uni schaffen? Was ist, wenn dich keiner mag? Wird das Geld reichen? Was ist, wenn du keine Arbeit findest? . . . diese Fragen hören eigentlich nicht auf, aber in eurem Sinne, breche ich hier ab ^__~ Nicht, dass ihr alle noch depressiv werdet vom Lesen dieses Blogs *g* Ich bin schon gespannt, welches Gefühl mich morgen heimsuchen wird O__o“
Aber ich bin wirklich äußerst dankbar, dass ich Maurice und Simone habe, auch wenn es schade ist, weil ich mit Maurice vor bzw. nach den Japanischstunden kaum sprechen kann, weil ich nicht nur jetzt wie ein Depp über Japan schnacken will (wie Melli immer so schön sagt ^u^). Doch es tut auch gut zu hören, wie sich die anderen fühlen und zu merken, dass es ihnen verdammt noch mal ganz genauso geht wie mir ^__^; . . . ich hoffe, dass es evtl. noch mehrere konspirative Treffen geben wird mit den anderen. Inzwischen habe ich auch erfahren, dass es noch eine weitere Bachelor-Studentin geschafft hat: Amelie. Leider kann ich nicht viel über sie sagen, da wir erst dieses Semester im gleichen Sprachkurs sitzen und sie recht ruhig ist. Sie wird in Kyôto studieren. Vielleicht würde es ihr gefallen mitzumachen, beim Club der Verdammten (wow, was für ein genialer Einfall *buahaha*). Aber kommt Zeit, kommt Rat. Ich bin schon dankbar, dass ich mich gut mit Maurice und Simone verstehe *yay*
Gut, jetzt ist es schon wieder spät und ich sollte zumindest noch ein Mal das Buddhismus-Referat durchgehen für morgen.
In diesem Sinne, gute Nacht!
Grüße,
PS: Immerhin habe ich K.先生 glücklich gemacht mit meiner schnellen Email *yay*
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